Sonntag, 11. Dezember 2016

Wenn ihr ein BGE wollt, dann geht doch einfach zu den Grünen….



Das Bündnis Grundeinkommen bekommt immer wieder "nette" Kommentare von Arfst Wagner:
„Das Bündnis Grundeinkommen hat keine Chance, wird sich durch Streit in anderen Themen als dem bGE zerlegen und die bGE-Bewegung weiter zerspalten. Und die Neugründung wird gerade den Linken und den Grünen schaden, also den Parteien, die dem bGE am nächsten sind ..... „

Wie wenig nah die Grünen dem BGE tatsächlich sind, zeigt die Frage an die zur Urwahl stehenden potentiellen Spitzenkandidaten: (Quelle: http://www.gruene.de/ueber-uns/2016/alle-themen-alle-fragen.html)

"Wie stehst du zur Idee des bedingungslosen Grundeinkommens, zu dessen ethischen Wurzeln? Mit welchem Modell könnten wir einen steuerfinanzierten Einstieg schaffen?"

Katrin: ...Darauf gibt es zwei mögliche Antworten: Das bedingungslose Grundeinkommen und die bedarfsorientierte Grundsicherung. ..... so schlägt mein Herz für eine bedarfsorientierte Grundsicherung. Zudem gelten für mich die Parteitagsbeschlüsse aus Nürnberg von 2007, wo sich die Partei gegen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ausgesprochen hat.

Robert: Grundsätzlich habe ich hohe Sympathien für das das BGE. Ich glaube, eine Gesellschaft traut sich eher dann Neues, wenn die Menschen keine Angst haben müssen. Ich nehme aber auch die Argumente der Gegenseite ernst, die sagen, dass die individuelle Förderung/ Hilfe nicht ersetzt werden darf, dass ein BGE entweder zu niedrig oder zu hoch sein kann. Dennoch möchte ich gern Schritte seiner Umsetzung sehen. Am einfachsten ist der Einstieg in Lebensphasen, in denen man dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, Rente, Familiengründung, Bildung. Und ich sehe mit Freude, dass wir uns genau dahin jetzt bewegen.

Anton: Ich teile die Idee, dass jede und jeder am Wohlstand in unserer Gesellschaft teilhaben sollte....... Ich teile allerdings nicht die riesigen Hoffnungen vieler an das Bedingungslose Grundeinkommen. Es ist sympathisch, aber nicht realistisch, zu glauben, mit einem einzigen Instrument so vielfältige Herausforderungen wie überkomplexer Sozialstaat, Gerechtigkeit, Gleichheit, Solidarität, Finanzierungsfragen und vieles mehr quasi handstreichartig zu erledigen.

Cem: ..... Ich habe aber ein Problem damit, wenn staatliche Umverteilung nicht diejenigen in den Blick nimmt, die es am meisten nötig haben. Statt gut Situierten ein Grundeinkommen auszuzahlen, würde ich lieber die Leistungen für Menschen mit Behinderung oder Alleinerziehende verdoppeln. Eine kluge Umverteilung sollte aus meiner Sicht nicht mit der Gießkanne erfolgen, sonders sich nach dem tatsächlichen Bedarf richten. Deswegen bin ich kein Freund eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle.

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