Montag, 5. Dezember 2016

Das Bedingungslose Grundeinkommen stellt die Machtfrage


Dieser Blog ist umgezogen zu blog.baukje.de und wird hier nicht mehr weiter aktualisiert. Ich freue mich, euch auf meiner neuen Website wieder zu sehen. Viele Grüße Baukje

Beim bedingungslosen Grundeinkommen geht es viel weniger um Geld als eigentlich um Macht. Und um Freiheit. Und Freiheit entsteht durch Vertrauen. Durch gegenseitiges Zutrauen. Eine gewaltsame Revolution entsteht aus Wut und aus dem Wunsch, vieles zu ändern. Ein bedingungsloses Grundeinkommen entsteht auch aus dem Wunsch, etwas Grundlegendes zu ändern, aber statt Wut ist die Grundlage Vertrauen. Im Moment basiert unsere Gesellschaft auf Misstrauen. Und im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung verhalten sich die Leute dann eigennützig und missgünstig.


"Freiheit entsteht durch Vertrauen und Zutrauen"

Was tut ein Mensch, der bisher das Gefühl hatte, dass man ihm nichts zutraut, dass er im Grunde egoistisch und schlecht sei und dass die Welt ihm nicht bieten könne, was er braucht? Der fängt an zu kämpfen, oder wenn er sich gleichzeitig auch noch ohnmächtig fühlt, dann resigniert er. Und was tut er, wenn man ihm jetzt sagt: du bist gut genug, so wie du bist, egal wie viel du leistest? Du bist es wert, dass du bekommst, was du zum Leben brauchst, einfach nur weil du ein Mensch bist. Wir als Gesellschaft vertrauen dir, dass du etwas für dich Sinnvolles (im weitesten Wortsinn) mit deinem Leben anfangen kannst und willst, und wir geben dir die Freiheit, das zu tun.

Das was dann passieren würde, das ist die entscheidende Frage!!!


"Den Menschen wieder in die Mitte stellen und nicht die Leistung"

Die Idee der Freiheit. Davon, den Menschen wieder in die Mitte zu stellen. Und nicht die Leistung. Aber es könnte sein, dass die Menschen dann weniger tüchtig sind. Und weniger leisten. Es könnte sein, dass alles wieder langsamer wird. Und die Wirtschaft nicht mehr wächst. Vielleicht sogar erstmal schrumpft, bis ein kritisches Level erreicht ist. Vielleicht sollten wir darüber sprechen, wie unsere Welt aussehen würde, wenn die Wirtschaft sich von einer Bedarfsweckungsgesellschaft wieder in eine Bedarfsgesellschaft entwickeln würde.


Dieser Artikel ist aus dem August 2015 und wurde hier nach Überarbeitung noch mal veröffentlicht. 

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